Coral Coast near Korolevu - Fiji Islands, Foto: Axel Kolax

Coral Coast near Korolevu - Fiji Islands, Foto: Axel Kolax
Coral Coast near Korolevu - Fiji Islands, Foto: Axel Kolax

Samstag, 22. März 2014

Roadtrip durch Tasmanien.

Hey meine Lieben,

nach einer kurzen Pause drehe ich nun mit Euch noch einmal die Runde durch Tasmanien.

Nachdem ich am 3. März nach Melbourne geflogen bin, hatte ich noch einen Tag Zeit, um mir einen ersten Eindruck von der Stadt zu verschaffen und meine organisatorischen Dinge zu klären.

Ich eröffnete wie in Neuseeland mein Bankkonto, nahm an der Einführungsveranstaltung im WorknHoliday-Büro teil (an dem Tag eine Privatveranstaltung für mich) und versuchte mich um ein Hostel für die erste Übernachtung auf der tasmanischen Insel zu bemühen.

Am Ende des Tages war ich wieder etwas schlauer. Bei der Einführungsveranstaltung wurde ich doch noch auf Ziele aufmerksam gemacht, an die ich vorher noch nicht gedacht hatte. Dazu aber in den nächsten Beiträgen mehr.

Nach dem Organisationstag ging es mit der ersten Maschine um 06:10 Uhr nach Tasmanien. Übernachtet habe ich deswegen mal wieder auf dem Flughafen. Zu meiner Unterhaltung liefen die Spiele der Premier-League aus England im Fernsehen, so dass ich nicht einmal zum schlafen gekommen bin.

Nach der Landung um 7:30 Uhr hieß es zunächst auf das Gepäck warten und anschließend Ausschau nach einem Transportmittel zu halten, dass mich in die Stadt und möglichst zum Hostel bringt.

So kam es zum Roadtrip

Ursprünglich wollte ich die acht Tage von der Hauptstadt Tasmaniens - Hobart - aus erkunden. Ohne vorher eine Unterkunft oder Touren gebucht zu haben kam ich am Flughafen an. Ein Hostel hatte ich da immerhin schon in die engere Auswahl genommen - das Huon Quays.

Zunächst ging es vom Flughafen mit einem Maxi-Taxi nach Hobart. Unter dem Motto geteiltes Geld ist halbes Geld schloss ich mich mit vier Damen zusammen, die in etwa die gleiche Strecke fahren wollten. Ein normaler Shuttle-Transfer hätte AUD17 gekostet. So hatte jeder am Ende nur AUD12 bezahlen müssen.

Am Hostel angekommen stand ich zunächst vor verschlossenen Türen. Ein Mann mittleren Alters kam mir und dem Taxi-Fahrer im selben Moment entgegen und öffnete den Zaun am Eingang und zeigte mir, wo ich anrufen müsste, um einchecken zu können.

Während ich auf den Hostelmanager in der Küche warten durfte kam ich mit dem Mann ins Gespräch. Es war mein späterer Begleiter Sean aus England. Er war auf der Suche nach Mitstreitern für die Mietung eines Autos, um die Insel zu umrunden. Da ich nichts geplant hatte, beschloss ich mich anzuschließen und so nur für eine Nacht einzuchecken.

Im Huon Quays - was mich spontan zurück in die Kinderferienlager-Zeiten versetzte - schlief ich mit dem Engländer in einem Vierbettzimmer für AUD21.

Noch am selben Tag fanden wir unseren dritten Begleiter, der glücklicherweise auch noch nicht wusste, was er in dieser Woche machen sollte  - Max aus Deutschlan.


05.03.2014 - Mietauto, Nationalparkpass und Routenverlauf

Gesagt, getan, mietete Sean für uns einen Wagen. Ein weißer 1998er Mitsubishi Magna - ein kleines Schiff aus etwas viel Plastik. Für 10 Tage kostete er AUD330. Da ich nur acht Tage mitfahren konnte, einigten wir uns, dass ich am Ende weniger als die AUD110 bezahlen muss.

Nachdem das Auto gesichert war, besorgten wir uns an der Tourist-Information noch einen Nationalpark-Pass, der AUD60 kostete und alle Nationalparkeintritte integrierte. Gültig nur für das Fahrzeug und dessen Insassen, sparten wir eine Menge Geld. Ihr müsst wissen, dass man für jeden Nationalpark mindestens AUD24 zahlen muss - und es gibt auf Tasmanien ziemlich viele.

Am Ende zahlte ich für Pass und Auto nur AUD104. Zusammen mit den Spritkosten von AUD108 pro Person, den Einkäufen von etwa AUD40 sowie den Eintritten zu Port Arthur und zum Tahune Airwalk, belaufen sich die Ausgaben für 8 Tage Tasmanien auf etwa AUD300. So gesehen, hatte es sich eigentlich gelohnt, sich im Auto Nacht für Nacht auf den Vordersitz zu quetschen.

Warum es am Ende doch AUD600 wurden, erfahrt ihr weiter unten.

Unsere Route führte unseinmal um die Insel ohne jede Küste anzusteuern. Wir begannen im Süd-Westen (Port Arthur) und arbeiteten uns an der Ostküste entlang Richtung Norden (Bay of Fires). Weiter ging es Richtung Westen (Launceston-Cradle Mountain) bis nach Strahan. Zurück führte uns unser Weg schließlich über Queenstown, Lake St. Clair, Hamilton und New Norfolk. Den letzten Tag nutzten wir noch einmal für einen Abstecher zu einem besonderen Erlebnis - dem Tahune Airwalk.

Mit 19 Jahren durfte Max nicht mit in die Fahrerliste aufgenommen werden. Autos ausleihen ist erst ab einem Alter von 21 Jahren möglich. Somit einigten ich und Sean uns, immer abwechselnd zu fahren, um uns gegenseitig nach den langen Touren etwas Verschnaufpausen zu verschaffen.

06.03.2014, Port Arthur

Port Arthur, Foto: Axel Kolax
Unser erstes Ziel lautete Port Arthur ganz im Süd-Osten der Insel. Das ehemalige Gefängnis ist als Weltkulturerbe gelistet und kostete, wie fast alles auf Reisen, Eintritt. Immerhin bekam ich als Hostelmitglied bei YHA noch einen Rabatt und bezahlte so anstatt AUD30 nur AUD27.

Im Eintrittspreis enthalten waren eine 40-minütige Führung mit Hintergrundinformationen zur Geschichte und eine Rundfahrt im Hafen integriert. Danach hatte man noch Zeit, sich dann gesamte Gelände zu erschließen und in das ein oder andere Gebäude hinein zugehen. Insgesamt sehr informativ und somit von mir aus weiter zuempfehlen.

Unsere erste Übernachtung verbrachten wir dann auf halben Weg zu unserem nächsten Ziel - Wineglass Bay - irgendwo auf einem Campingplatz am Meer. Der Sonnenaufgang war einfach traumhaft!

07.03.2014, Wineglass Bay und Bicheno

Wineglass Bay Lookout, Foto: Axel Kolax
Da die Nacht sehr frisch war und wir dadurch sehr zeitig losfahren konnten, sind wir bereits um 10 Uhr am Zielort eingetroffen.

Geplant war eine mehrstündige Wanderung, welche den Lookout zur Wineglass Bay, den Strand selbst, den Mt Amos- und den Hazards Beach-Walk mit einschloss.



Wallaby am Hazard Beach, Foto: Axel Kolax
Wir wanderten insgesamt etwa fünf Stunden und bekamen dabei immerhin neben Touristen auch mehrere Wallabys (siehe Foto unten) zu Gesicht.

Solche Erlebnisse hat man wohl nur, wenn man in einer kleineren Gruppe unterwegs ist und sich dabei die Zeit frei einteilen kann.

Nachdem wir einem Wallaby am Hazard Beach lebewohl gesagt und die restlichen Kilometer zum Parkplatz zurückgelegt hatten, waren wir gegen 15 Uhr zurück am Auto.

Ein Leuchtturm in der Nähe war der letzte Halt, bevor wir uns zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit nach Bicheno aufmachten.

Das Dorf ist vor allem durch Ausflüge zu Pinguinschauplätzen beliebt und somit findet in den Unterkünften auch fast täglich ein kompletter Wechsel der Gäste statt. Der Grund dafür sind die vielen Touristengruppen, die um die Insel per Bus gefahren werden. Einer hätte ich sein können, doch wie ihr seht, kam es anders.

In Bicheno angekommen trafen wir Max' Freund aus Schulzeiten - Markus. Dieser stattete uns mit einem Gaskocher, Kochgeschirr und Besteck aus, da er selbst derzeit einem Hostel arbeitete und es in dieser Woche nicht brauchte.

Außerdem bekam ich von ihm auch noch seinen Schlafsack und muss mich an dieser Stelle nochmal bedanken! Der Schlafsack hat mir sehr gute Dienste geleistet, denn in
den Abendstunden wurde es mitunter doch sehr frisch.


Strand in Bicheno, Foto: Axel Kolax
Dem Abendessen im Sonnenuntergang folgte ein kleiner von Markus organisierter Ausflug zu den Pinguinen in Bicheno.

Um die Tiere nicht zu stören, legten wir uns ein wenig auf die Lauer ohne Taschenlampen zu benutzen.

Zum Ende hin konnte ich wenigstens einen Pinguin entdecken, nachdem wir vorher nur ein paar andere gehört hatten.

Danach saßen wir noch lange im von Markus betreuten Hostel und quatschten über alles mögliche - vor allem aber hatten sich die beiden noch eine ganze Menge zu erzählen, so dass ich das alles sehr gespannt verfolgte. Es ging schließlich auch um die gesammelten Arbeitserfahrungen der beiden in Australien.

Der folgende Tag stand dann ganz im Zeichen von Strand und Meer.


08.03.2014, St. Helens, Binalong Bay und Bay of Fires

Binalong Bay, Foto: Axel Kolax

Um die Mittagszeit hatten wir unseren Supermarkt-Stopp in St. Helens erledigt und fuhren weiter zur Binalong Bay. Auf dem Foto erkennt ihr sicher den weißen Sandstrand. Das Meer lud mit seinem türkisem Schimmer so zum Baden ein, dass wir unseren Aufenthalt auf zwei Stunden ausdehnten.

Bay of Fires, Foto: Axel Kolax
Es folgte die höchst sehenswerte Fahrt an der Küste entlang zur Bay of Fires. Die Küstenregion wird auch vom Lonely Planet empfohlen und ist einfach imposant. Wir legten somit einige Stopps mehr ein, um wirklich alles genießen zu können!







Auf dem Weg zu unserem Campingplatz hatten wir zu guter letzt noch eine eher unschöne, wenn auch spannende Begegnung mit einer Tigersnake. Sicher im Auto sitzend, zückten wir unsere Kameras und knipsten noch schnell ein paar Bilder, bevor es auf den schicksalhaften Campingplatz mit vielen Zaunpfählen ging, der gleichzeitig aber dauch eine grandiose Aussicht auf das Meer bot.

Warum schicksalhaft? Das erfahrt ihr jetzt.

09.03.2014, Ledgerwood, Launceston und Mole Creek

Der Morgen begann dann mit dem wohl vermeidbaren Schrecken. Einen Augenblick die rechte hintere Seite aus dem Blick verloren, küsste ich mit dem Licht und der Stoßstange den Pfosten eines Zaunes auf dem Campingplatz.

Da ich immer für meine Fehler einstehe, wenn ich sie selbst begehe, bezahlte ich die Schadensumme aus der eigenen Tasche ohne die anderen beiden zu behelligen. Am Ende war ich dann auch froh, dass ich mit AUD300 noch recht günstig weggekommen bin.

Nichtsdestotrotz musste es aber auch irgendwie weitergehen. Wir fuhren also unbeirrt unsere Route weiter ab. Zunächst ging es nach Ledgerwood. In dem Dörfchen konnten Holzschnitzereien bestaunt werden und sogar Skulpturen, die aus einem einzigen Baum heraus gesägt wurden.

Ledgerwood Holz-Skulpturen, Foto: Axel Kolax

Nächste Station war Launceston, die drittälteste Stadt Australiens. Da das Wetter an diesem Tag eher ungemütlich und wechselhaft war, schauten wir nur kurz in der Tourist-Info vorbei, schlenderten etwas durch die Innenstadt und drehten noch eine Runde über den sonntäglichen Markt.

Anschließend fuhren wir in Richtung Mole Creek, wo wir auch unser Tagesziel erreichten.

Die beiden Männer fuhren noch in die benachbarten Höhlen, um sich diese näher anzuschauen. Ich hingegen blieb in der Touristinformation zurück und wartete darauf, dass unsere elektronischen Geräte mit dringend benötigtem Strom versorgt wurden.

Max beim Bratkartoffeln machen, Foto: Axel Kolax
Als wir wieder zusammen fanden, bereiteten wir uns das Abendbrot zu. Diesmal hatten wir die Möglichkeit, kostenlos einen Elektrogrill zu nutzen. Wie ihr auf dem Bild seht, gab es Bratkartoffeln - danke Max!

Danach ging es auch schon recht schnell ins Bett, um am nächsten Tag eine etwas anspruchsvollere Wanderung anzugehen.

Ziel war der 1.545 Meter hohe Cradle Mountain.


10.03.2014, Cradle Mountain und Strahan

Früh ging es dann auch schon in Richtung Cradle Valley, wo wir uns einen Parkplatz suchten und uns für die Wanderung fertig machten. Um 10:15 Uhr konnten wir uns im Wanderbuch für die mit sieben Stunden veranschlagte Wanderung zum Cradle Mountain Summit eintragen.

Cradle Mountain Summit, Foto: Axel Kolax
Gestartet auf etwa 950 Höhenmetern hieß es immerhin 600 weitere zu überwinden. Nach knapp drei Stunden erreichten wir zu zweit den Aussichtspunkt des Cradle Mountain. Max hatte sich für den Tag das falsche Schuhwerk ausgesucht und musste mit Blasen an den Fersen bereits nach etwa 1,5 Stunden die Wanderung abbrechen.



Allerdings kam er noch ein Stück hinterher und uns entgegen, als wir uns an den nicht immer einfachen, weil sehr steilen Abstieg machten.

Zusammen erreichten wir nach etwa fünf Stunden unser Auto und ich trug uns um 15:10 Uhr aus der Liste aus, die uns eine sichere Rückkehr bescheinigte.

Warten auf den Sonnenuntergang, Foto: Axel Kolax
Nach der Wanderung waren wir uns einig, dass wir nur noch den nächsten Ort zum übernachten ansteuern werden, um unseren geschundenen Knochen etwas Ruhe zu gönnen. Das Ziel lautete: Strahan. Das an der Westküste der Insel gelegene Städtchen ließen wir allerdings etwas abseits hinter uns und übernachteten etwas außerhalb ernaut am Strand.


Unsere Hoffnung auf den einzigen Sonnenuntergang an der Küste wurde dann kurz vor dem Höhepunkt doch noch von den Wolken zerstört. Bis dahin sah alles traumhaft schön aus. Die ganze Kulisse war überragend!


11.03.2014, Queenstown, Lake St. Clair und Hamilton

Die Stationen am folgenden Tag waren Queenstown und Hamilton. Zwischendrin hielten wir an weiteren Aussichtspunkten sowie für kleinere Wanderungen an. Da es ein eher verregneter Tag war, ließen wir aber auch einige Punkte liegen.

In Queenstown luden wir erneut unsere elektonischen Geräte, nutzten die öffentlichen Toiletten und die Gunst der Stunde, um auch noch unsere Wasservorräte aufzufüllen, die wir stets zum kochen, Zähne putzen und trinken benötigten.

Ja, dass Wasser ist trinkbar und soll nicht schädlich sein. Allerdings schmecke ich immer ein bisschen Chlor heraus. Deswegen bin ich nach dem Trip wieder auf Wasser aus dem Supermarkt (ALDI) umgestiegen. Kostet zwar AUD0,69, schmeckt aber nicht nach Chlor.

Eine etwa einstündige Wanderung entlang des Lake St. Clair konnten wir noch gerade vor einem Gewitter abschließen und verbrachten für die Dauer des gröbsten Regens die Zeit im Restaurant.

Campingplatz in Hamilton, Foto: Axel Kolax
Unser Tagesziel - Hamilton - erreichten wir, nachdem wir die gesamte Mitte der Insel durchquert hatten gegen 16:30 Uhr. Das Dorf besteht eigentlich nur aus vielen Häuschen, einer Kneipe und dem Campingplatz.

Als wir unseren Platz bezogen und gegessen hatten, schritten wir noch den ausgeschilderten 'Platypus-Walk' ab.


Mit der Hoffnung, noch Schnabeltiere zu entdecken, gingen wir kurz nach dem Abendessen los. Als wir nach einer Stunde immer noch keine zu Gesicht bekommen hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zum Auto, wo es gegen 22 Uhr hieß: "Ab in die Schlafsäcke und gute Nacht!"

12.03.2014, New Norfolk und Hobart
New Norfolk City-Walk Summit, Foto: Axel Kolax

Für unseren täglichen Walk entschieden wir uns für New Norfolk.

Zunächst nur als Supermarkt-Stopp eingeplant, liefen wir doch nochmal in die Tourist-Info.

Gut so, denn wir bekamen einen eher leicht zu laufenden City-Walk empfohlen, der nach dem Cradle Mountain sehr gut zu meistern war.

Auf unserer Entdeckungstour bekamen wir anschließend außer der Stadt auch Kalksteinfelsen, eine Stabheuschrecke, wilde Beeren und einen Gemeinschaftsgarten zu Gesicht.

Die anschließende Fahrt nach Hobart dauerte dann nicht mehr allzu lange. Es waren nur noch etwa 60 Kilometer zurückzulegen, so dass wir ziemlich genau um 15:30 Uhr das Tagesziel erreichten.

In Hobart angekommen drehte ich mit Max noch eine Runde durch den Botanischen Garten von Hobart. Ein kleines Highlight war die nachgebildete Kulisse einer subarktischen Region mit verschiedenen typischen Pflanzen.

Auch der japanische Garten bot einige interessante Motive, wie ihr auf dem Foto sehen könnt.

Die Nacht verbrachten wir beide nach dem Abendessen auch wieder auf den Vordersitzen unseres Mitsubishis, während es sich unser Engländer erneut im Hostel gemütlich machte.

13.03.2014, Tahune Airwalk und Rückflug nach Melbourne

Am letzten Tag musste natürlich erst das unangenehme geklärt werden. Es stand die Schadensaufnahme in der Garage an. Ich kann wirklich von Glück sagen, dass mir nur die Materialkosten in Rechnung gestellt wurden und nicht auch noch die Arbeitszeit, obwohl ich auch denke, dass man die Beule in der Stoßstange nicht mehr wegmachen lässt und das Licht nicht viel mehr kosten dürfte als AUD75.

Dennoch hätte die Summe auch deutlich über den AUD300 liegen können, so dass ich am Ende froh war, so davon gekommen zu sein.

Tahune Airwalk, Foto: Axel Kolax
Nachdem das unangenehme für den Tag abgeschlossen war, entschieden wir uns kurzfristig noch für einen Ausflug in den Tahune Forrest. Für den anstehenden Airwalk ging es noch einmal hoch hinaus!

Immerhin ging es bis zu 36 Meter hinauf, wo wir uns mitten in den Wipfeln der Bäume bewegten. Die Aussichtsplattform auf dem Foto ragt übrigens in den Raum hinein und wankt beim Betreten schon ziemlich hin- und her. Das ist dann zumindest nichts für Leute mit Höhenangst.

Nach der etwa einstündigen Tour ging es direkt zum Flughafen. Die beiden Jungs fuhren mich noch direkt vor die Tür, so dass ich rechtzeitig einchecken und um 20:15 Uhr abfliegen konnte.

1h und 15 Minuten später war ich zurück in Melbourne. Keine Probleme gab es mit dem Skybus-Shuttle, mit dem ich dann sogar noch kostenlos vom Busbahnhof zum Hostel befördert wurde. Um 22:30 Uhr war ich da und konnte trotz 7-Bettzimmer schon recht bald einschlafen.

Kleiner Rück- und Ausblick

Wie ihr seht, war die Woche sehr abwechslungs- und erlebnisreich. Leider mit dem kleinen Wackler, aber dennoch günstiger, als wenn ich Tasmanien mit Hilfe von Touren erkundet hätte.

Die Gesamtausgaben für die Woche lagen trotz der Schadenssumme am Ende gerade einmal bei etwa AUD600. Vor allem die gesparten Übernachtungskosten sowie die geteilten Summen für Einkäufe und das Auto haben dazu beigetragen, dass ich etwas ruhiger auf meine weitere Plaung schauen konnte.

Alles dazu und was ich in Melbourne erlebt habe, erfahrt ihr demnächst hier!

Alles Gute bis dahin,
Euer Axelinho
 


Montag, 17. März 2014

Momente für die Ewigkeit, Teil 2.

Hallo meine Lieben,

ach Kinder, wie die Zeit vergeht. Nach zwei Wochen in Australien schließt sich heute zumindest noch das erste Kapitel meines Trips. Die letzte Woche in Neuseeland hat meinen Aufenthalt wirklich noch einmal abgerundet.

Ich habe Schnee, Regen, Sonnenschein und viele tolle Momente erlebt. Quasi alle vier Jahreszeiten, obwohl ich nur eine Woche unterwegs war.

Meine Route führte mich noch einmal in einige sehr interessante Orte, Regionen und Landschaften. Da der nächste Beitrag schon in den Startlöchern steht, genueßt mit mir ein letztes Mal Neuseeland - mir hat es sehr gefallen und ich würde für ein paar Orte gerne zurückkommen.

23.02.2014 bis 24.02.2014 - Dunedin

Von Queenstown ging es am Morgen mit dem Intercity-Bus nach Dunedin. Nach vier Stunden fahrt erreichte ich die Stadt an der Ostküste, wo ich einen Besuch in der Schokoladenfabrik und einen Gang auf der steilsten Straße der Welt geplant hatte.

Gleich nach der Ankunft der erste Schreck. Das gebuchte Hostel lag am anderen Ende der Stadt - weit ab vom Busterminal. Das ganze Gepäck musste so durch die ganze Stadt getragen werden, so dass ich am Ende ziemlich durchgeschwitzt und erschöpft das Hostel erreichte.

Keine Müdigkeit vorschützen hieß es anschließend, da ja nur ein Tag Aufenthalt zur Verfügung stand und Regen im Anmarsch war. So machte ich mich gleich nach dem Check-In und einem anschließenden Gang durch die Innenstadt auf den Weg zur Baldwin Street.

Baldwin Street - Dunedin, Foto: Axel Kolax
Im Bild seht Ihr die Straße mit etwa 19 Grad Steigung, die etwa sechs Kilometer von meinem Hostel entfernt lag. Sie ist damit steilste bewohnte Straße der Welt. Sogar ein Schild weist die Straße hinauf.

Angrenzend werden Zertifikate für $NZ2 verkauft. Ein einfaches Blatt Papier, in verschiedenen Farben erhältlich und mit einem kleinen Text zur Straße versehen - meiner Meinung nach: Touristenfalle!

.

Nach kurzem Aufenthalt ging es zurück. Eigentlich wollte ich in Ruhe noch den Botanischen Garten besichtigen. Dazu kam es aber dank des Regens leider nicht mehr. Nach 15 Minuten war Schluss und ich musste meine Beine in die Hand nehmen, um noch einen trockenen Unterschlupf zu finden.

Durchgenässt entschied ich mich, mir nur noch das wichtigste anzuschauen - das Bahnhofsgebäude - und nach einem kurzen Einkaufsstopp ins Hostel zurückzukehren. Schade, dass genau nach dem Starkregen schönster Sonnenschein hervortrat - shit happens. immerhin hat die mich wenigstens etwas gewärmt und meine Sachen schon vortrocknen können.

Bahnhofsgebäude Dunedin, Foto: Axel Kolax

Das Hostel "Manor House Backpackers" ansich war schon ziemlich in die Jahre gekommen. Die alte Villa sollte eigentlich Internet haben, welches allerdings einen Tag zuvor von randalierenden Rugby-Fans durch einen Kurzschluss im Stromnetz außer Gefecht gesetzt wurde und erst am Montag repariert werden sollte. Zur Erinnerung: Es war ein Sonntag, an dem ich in Dunedin eintraf und einkaufen gehen konnte.

Echte Kakaobohnen zum Kosten, Foto: Axel Kolax
Am Montag dann zunächst der Besuch des Schokoladenmuseums. Dank dem Hostel bekam ich einen $NZ2 Rabatt. Auch wenn als Student-Card nicht mehr ganz legal, hatte vor Ort niemand mehr nach einem Ausweis gefragt.

Als Leckermäulchen war es interessant, mal hinter die Fassade zu schauen. Neben den nicht gerade wohlschmeckenden Kakaobohnen zu Beginn, bekamen alle Teilnehmer auch noch andere Leckereien mit auf den Weg.

Da ich nur den Vormittag noch in Dunedin hatte, ging ich anschließend noch in das Otago Museum und das schon im Schnelldurchlauf. Es hätte sich aber gelohnt, mehr Zeit zu investieren. Leider hatte ich die an diesem Tag nicht, da der Bus bereits um 14 Uhr zurück nach Queenstown fuhr und ich ja noch zweimal durch die ganze Stadt laufen musste - das ganze dauerte alleine schon eine Stunde.

Umso froher war ich, als ich den Busterminal erreichte und mich in den Bus zurück nach Queenstown setzen konnte.

24.02. bis 25.02.2014, Queenstown

Fergburger "Chief Whiggum", Foto: Axel Kolax
Da die Stadt nur als Zwischenstopp eingeplant war - sonst ist man ganz schnell ganz viel Geld los - ging es am Abend nach der Ankunft aus Dunedin das zweite Mal zu Fergburger.

Der Zweite hatte es allerdings in sich. Mit Namen "Chief Whiggum" war der Brocken mit Schweinefleisch und dicker Fettkruste belegt und mit körnigem Senf bestrichen. Aber seht selbst: Lecker!

Danach ging es schnell ins Bett, denn das nächste Highlight wartete bereits am nächsten Tag - inklusive neuer Reisegruppe.

25.02. bis 26.02.2014, Milford Sounds und Guns Camp

Ziel dieses Tages war mit Milford Sounds eine der wohl feuchtesten Regionen ganz Neuseelands.

Die an eine Fjordlandschaft erinnernde Region hatte an diesem Tag allerdings mehr Sonne als Regen zu bieten. Bestes Ausflugswetter also, um mit dem Boot einmal zum Meer und wieder zurück zu fahren.




Mit einem Bild kann ich gar nicht ausdrücken, was ich an dem Tag gefühlt habe. Ich kam mir vor, wie in einer anderen Welt oder was meint ihr, wonach die Landschaft aussieht? Leider kann ich Euch die wasserfälle erst später präsentieren, aber es war durchaus prägend und ein tolles Erlebnis!

Danach fuhren wir zu unserer Unterkunft, die diesmal mitten im Wald lag und wo wir nur bis etwa 22 Uhr mittels Generator mit Strom versorgt wurden. Ein gemeinsam zubereitetes und eingenommenes Essen in der Gruppe schloss den Tag eigentlich schon perfekt ab.

Was ich dann aber später noch sah, kann ich gar nicht zeigen. Meine Kameras versagen bei Dunkelheit nämlich ihren Dienst. Einen so klaren Blick auf die Sterne - inklusive der Milchstraße - hatte ich noch nie gesehen und ich bin dankbar dafür, dass wenigstens einmal miterlebt gehabt zu haben.

26.02. bis 27.02.2014, Stewart Island

Der Ausflug nach Stewart Island war lange offen, da die Fähre für Hin- und Rückfahrt ganze $NZ150 kostet und ich genau überlegen musste, ob sich das für einen Tag überhaupt lohnt.

So war ich dann auch der Einzige aus der Gruppe, der den Weg auf sich nahm. Alle anderen fuhren weiter nach Invercargill, wo bei PacknSave eingekauft und im Hostel entspannt werden konnte.

Im Nachhinein kann ich für mich sagen, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich konnte noch einmal lange Wanderungen unternehmen, genoss einen fantastischen Sonnenuntergang (außer den wahnsinnig auf die Nerven gehenden Sandflies, die einem ganze Hautpartikel rausbeißen) und sah einen Pinguin meinen Weg kreuzen.

Leider hat es zu meinem ganz großen Ziel nicht mehr gereicht. Ich habe zwar Kiwis gehört, aber keinen gesehen. Vielleicht ein zusätzlicher Grund, doch nochmal wiederzukehren.

Stewart Island, Foto: Axel Kolax
So verbrachte ich auch die meiste Zeit mit Wandern. Einem nächtlichen Spaziergang zum Leuchtturm und der Suche nach einem Kiwi folgte am nächsten Tag einen Wanderung über knapp 20 Kilometer, auf der es überwiegend durch Buschland ging.

Schon um 15:30 Uhr ging die Fähre zurück nach Bluff, wo am Vortag mein kleiner teurer Ausflug begonnen hatte.

27.02. bis 28.02.2014, Queenstown

Fergburger "Sweet Bambi", Foto: Axel Kolax
Nach der Wiederaufnahme in die Gruppe und der anschließenden Fahrt zurück nach Queenstown ging es zum Abschluss des Tages noch ein letztes Mal Fergburger essen. Diesmal entschied ich mich für einen etwas günstigeren Burger mit Rehfleisch für $NZ12.






Mein persönliches Empfinden war, dass es der geschmacklich schlechteste Burger, von allen getesteten gewesen ist. Das heißt aber nicht, dass er ungenießbar war, sondern einfach nur hinter den anderen hinterher hinkt.

28.02. bis 01.03.2014, Mount Cook

Um jetzt aber noch zu den vier Jahreszeiten zu kommen. Den Schnee habe ich tatsächlich gesehen. Und zwar auf dem höchsten Berg Neuseelands: dem Mount Cook.

Ganz nach oben kommt man leider nur als erfahrener Bergsteiger mit Kletterausrüstung, da die Wände ziemlich steil sind. Dennoch war der Schnee in Form von Eiskristallen beziehungsweise Eisregen deutlich zu spüren, als wir den Nachmittag für eine weitere Wanderung nutzten.

Ich vor dem schneebedeckten Mount Cook, Foto: Selbstauslöser, 10 Sekunden
Teilweise war es richtig unangenehm und kalt an dem Tag. So kalt, dass es wirklich mein Wintergefühl für dieses Jahr ersetzt hat, obwohl die Temperaturen mit Sicherheit nicht einmal annähernd die 0°C erreicht hatten.






01.03. bis 02.03.2014, Lake Tekapo und Rangitata

Bevor wir unser letztes Übernachtungsziel mit der Gruppe von Stray ansteuerten, lag auf unserem Weg noch ein Ort, den ich mir mit etwas mehr Zeit auch gerne noch über die Nascht hinweg angesehen hätte. Denn aus einigen Mündern war zu hören, dass es wohl keinen besseren Ort auf der Welt gibt die Milchstraße zu sehen, als diesen:

Panorama Lake Tekapo, Foto: Axel Kolax
Durch die fehlende Ozonschicht und der fehlenden Lichtverschmutzung sei die Sicht auf die Sterne wohl besonders gut. Leider reichte es für diesen Teil dann nicht mehr bei meinem Programm.

Den letzten Tag in der Gruppe verbrachten wir in einem kleinen Hostel, dass neben dreistöckigen Betten vor allem wegen seines Angebotes an White Water Rafting Touren gewählt wurde. Einige gönnten sich noch eine Runde oder ritten in der Umgebung aus.

Ich hatte genug Abenteuer gehabt und wartete nur noch auf den gemütlichen BBQ-Abend. Etwas Entspannung tat nach so vielen Erlebnissen mal wieder richtig gut.

Dessert beim BBQ in Rangitata, Foto: Axel Kolax
Diesmal reichten auch die Zutaten, um alle satt zu kriegen - inklusive mir.

Vor allem der Schokokuchen, der mit heißem Wasser übergossen im Ofen zubereitet und anschließend mit Hokey Pokey Eis (eine Art Karamel-Crunch im Vanille-Eis) angerichtet wurde, hat sehr geschmeckt.





 02.03. bis 03.03.2014, Christchurch

Jailhouse Accomodation Christchurch, Foto: Axel Kolax
Für die letzte Nacht hatte ich mir in meinem Lonely Planet noch einmal eine besondere Übernachtungsmöglichkeit herausgesucht: ein ehemaliges Gefängnis!

Im Zehnbettzimmer ohne Gitter vor den Fenstern kamen dann allerdings eher Erinnerungen an die damaligen Kinderferienlager Zeiten hoch.



Lustig war es trotzdem und immerhin gab es im Gebäude noch ein paar Räume, die im Urzustand zu besichtigen waren.

Da ich auch mit den Gegebenheiten zufrieden war, durchaus weiterzuempfehlen. Zumindest für diejenigen, die die $NZ29 nicht zuviel sind. Aber wer nach Australien kommt, denkt danach auch eher: Ach, wie günstig!

Nachdem wir vom Straybus um 9:30 Uhr am Flughafen abgesetzt und uns ein Flughafentransfer für $NZ10 bis an die Hosteltür gefahren hatte, machte ich mich noch auf den Weg, etwas von der durch das vor ein paar Jahren stattgefundene Erdbeben fast komplett zerstörten Innenstadt zu entdecken.

Innenstadt Christchurch, Foto: Axel Kolax
Bedauerlich, welche Gewalten da gewirkt haben müssen und traurig, dass immer noch sehr viele Trümmer herumliegen. Ich hatte aber das Gefühl, dass die Menschen dort in einer Aufbruchstimmung sind.

An jeder Ecke wird sich um den Wiederaufbau beziehungsweise die Weiterentwicklung der Innenstadt bemüht.


Die vielen schaulustigen Touristen tragen sicher auch dazu bei, dass die Stadt langsam wieder mit Leben gefüllt wird.

Die letzten Stunden in Neuseeland

Meine Ziele für den letzten Tag konnte ich trotz kurzer Zeit dennoch umsetzen. Neben Ansichtskarten schreiben und der Auflösung meines neuseeländischen Bankkontos, gehörte auch ein längst überfälliger Friseurbesuch dazu.

Als alles erledigt war, ging es mit neuer Kurzhaarfrisur zurück ins "Gefängnis", um meine Sachen schnappen und mit dem Airport-Shuttle Bus zum Flughafen zu fahren.

Mein letztes neuseeländisches Geld gab ich im Duty Free Shop noch für eine neue Kamera aus, die mir im weiteren Verlauf meiner Reise sicher noch den einen oder anderen magischen Moment einfangen wird: meine GoPro3+ Black Edition. Mit umgerechnet 320 EUR auch schon ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk, wenn man das einen Monat vorher sagen kann.

Die ersten Einblicke werden sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es am Mittwoch schon mit meinem Beitrag zu Tasmanien weiter.Irgendwann wird es auch noch ein Flickr-Album zur Südinsel geben, wo ich Euch mehr Bilder präsentieren kann. Erst dann werdet ihr verstehen, warum ich jetzt schon über 10.000 Bilder aufgenommen habe.

Bis dahin Euch allen eine schöne Zeit und alles Gute,
Euer Axelinho





Samstag, 1. März 2014

Momente für die Ewigkeit, Teil 1.

Hallo ihr Lieben,

lange habe ich Euch wieder auf die Folter gespannt. Heute aber endlich wieder Neuigkeiten aus Neuseeland. Es ist das letzte Mal, bevor ich morgen nach Australien aufbreche.

Da die beiden letzten Wochen so voll gepackt waren, hatte ich kaum Zeit zum schreiben.

Strayschild oben rechts, Foto: Axel Kolax
Von den Strapazen vom letzten Mal ist bei mir nichts mehr übrig geblieben. Die Verärgerung über den verpassten Bus hatte sich schon am nächsten Tag nach der Klärung gelegt. Der Bus war tatsächlich da! Mir war das an dem Tag aber überhaupt nicht aufgefallen. 

Alles was auf einen Straybus hindeutete, war ein kleines Pappschild an der Windschutzscheibe.

Bis heute hatte ich zwei wunderbare Wochen, in denen ich sogar alle vier Jahreszeiten durchlebte. Traumhaften Sandstränden folgten fiese kühle Regentage, denen wiederum Gletscher und schneebedeckte Berge folgten.

Verpassen werdet ihr natürlich nichts! Die letzten zwei Wochen teile ich nur auf, um nicht zuviel auf einmal zu schreiben. Eine Woche entspricht genau einem Teil, so dass ich Euch in der nächsten Woche hoffentlich von der Tasmanischen Insel die vergangene Woche präsentieren kann. Danach erfahrt Ihr alles zum Tasmanien-Aufenthalt und der weiteren Planung.

Nun aber erstmal viel Spaß von meiner Reise entlang der Westküste bis nach Queenstown!

16.02.2014, Meine erste Weinverkostung

Weinverkostung in der Drylands Vinery, Foto: Axel Kolax
 Erster Programmpunkt auf der ‚Südtour‘ war eine kostenlose Weinverkostung, an der ich dieses eine Mal auch teilnahm. Nach vier Wochen auf den Weinbergen musste ich wenigstens mal das Endprodukt kosten. Mein Freund wird der Alkohol aber im Leben nicht mehr. Nach insgesamt sechs kleinen Schlucken von verschiedenen Weinen, war gerade einer der noch einigermaßen ging. Mit dem Dessertwein war es gleichzeitig auch der süßeste. Und da eignet sich Brause doch schon eher.

16.02. bis 18.02.2014, Abel Tasman Nationalpark

Nach der Verkostung hießen die nächsten Stationen Nelson, Motueka und Marahau. Während die ersten beiden Toiletten- und Einkaufspausen waren, endete unsere Fahrt letztlich direkt an der Küste zur Tasmanischen See inmitten des Abel Tasman Nationalparks. Unser Ziel war das Hostel „The Barn“, was übersetzt soviel wie „Die Scheune“ bedeutet.

Der erste Programmpunkt war am Abend nach langer Zeit mal wieder ein BBQ. Für $NZ10 sollte es wieder leckeres Gegrilltes mit Salaten, Kartoffelbrei und Eis mit Früchten geben. Ein etwas knapp bemessener Rahmen von Salaten, Kartoffelbrei, Fleisch und Würsten hieß, sich am Dessert satt zu essen. Alles andere war bereits nach dem ersten Durchgang restlos alle.

Segelboot-Tour Abel Tasman Nationalpark, Foto: Axel Kolax
Der zweite Tag begann für alle individuell. Jeder hatte die Wahl zwischen einer von vielen Aktivitäten oder einem entspannten Tag auf dem Hostel-Gelände. Ich entschied mich für eine Kombination aus Segeln und Wandern, die mir einen fantastischen Einblick in den Abel Tasman Nationalpark gegeben hat.


Drei Stunden segeln kosteten $NZ 89. Auf dem Trip sahen wir neben Pinguinen auch Robben und genossen einfach die Sonne, während wir gemütlich über den Ozean trieben. Dabei ließ uns ein frischer Seewind kaum Zeit zum schwitzen.

Die Wanderung zurück nach Marahau auf einer Strecke von ungefähr 12 Kilometern war auf der Beschilderung mit 4,5 Stunden angegeben. Der Weg zurück war geprägt von ein paar netten Unterhaltungen und vielen Fotostopps. Das Hostel erreichte ich nach 3,5 Stunden und konnte mich in Ruhe duschen, bevor der Rest eintrudelte.

Zum Abschluss des Tages wartete am Abend noch der von unserem Busfahrer empfohlene Fat-Tui-Burger darauf, getestet zu werden. Quasi direkt um die Ecke stand ein Imbisswagen, von dem aus Burger, Fisch und Pommes verkauft wurden.

Fat-Tui-Burger Marahau, Foto: Axel Kolax
Der riesige Burger wird mit frischen Zutaten belegt und mit leckeren Saucen im Mehrkornbrötchen angerichtet. Zur Auswahl standen neben echten Burgern auch Hähnchen- und Fischvarianten, die zu Preisen zwischen knapp 8 und 10 EUR jeden satt machten. Für umgerechnet 8,40 EUR gönnte ich mir eine Variante aus Hähnchen und Avocado-Creme. Der Burger war sein Geld allemal wert! Seht selbst:

18.02. bis 19.02.2014, Greymouth

Den darauffolgenden Tag verbrachten wir hauptsächlich im Bus. Nur gut, denn es regnete fast den ganzen Tag.

Pancake Rocks Punakaiki, Foto: Axel Kolax
Eine Station war dann  doch noch erwähnenswert. In Punakaiki bestaunten wir im strömenden Regen nicht nur Robben, sondern auch die sogenannten "Pancake Rocks" und "Blowholes". 

Die Kalksteinformationen begannen sich vor etwa 30 Millionen Jahren aus toten marinen Kreaturen zu bilden. Später wurden diese vom Seebett umspült und von Sanden sowie leichteren Sedimenten überlagert.

Durch Erdbeben erhoben sich die Felsformationen dann über den Meeresspiegel, wo Wind und Regen die heute zu sehenden Kliffe und Küstenlinien formten.

Hafenpromenade von Greymouth, Foto: Axel Kolax
In Greymouth erreichten wir später am Abend pünktlich unser Hostel, um uns für ein Pizza-Essen anzumelden. Für $NZ10 gab es so viel Pizza, wie wir essen konnten - auch wenn es am Ende nur 12 Pizzen für neun Leute gab, war es dennoch für alle ausreichend.

Den Tag darauf nichts Neues. Der Regen hielt sich gnadenlos über der Stadt und ermöglichte nur noch einen kleinen Rundgang, bevor wir gegen Mittag zum Franz Josef Gletscher aufbrachen. Immerhin gab es zum Frühstück noch Toast, Marmelade, Tee und Kaffee gratis.

19.02. bis 21.02.2014, Franz-Josef Gletscher

Wir erreichten den Franz Josef Gletscher am Nachmittag bei diesigem Wetter und schlechter Sicht auf den Gletscher. Meine Befürchtungen, die für den kommenden Tag geplante Gletscher-Tour nicht durchführen zu können, wurden aber nicht bestätigt. 

Gruppenbild, Ice-Explorer-Tour, Franz Josef Gletscher, Foto: Axel Kolax
So lautete der Höhepunkt für den Aufenthalt am Franz Josef Gletscher: Helikopter Flug auf den Gletscher und Teilnahme an der Gletscherwanderung mit anschließender Erholung in den Hot Pools im Ort. Der Link ermöglicht Euch jeweils einen Einblick in das bereitgestellte Angebot. 

Das Geld war es mir am Ende als Geograph allemal Wert, zumal wir auch noch eine Vergünstigung als Straybus-Mitfahrer erhielten.

Nach drei Stunden auf dem Eis und gefühlten 15-20°C, an denen man die dramatischen Entwicklungen am Gletscher durchaus nachvollziehen konnte, ging es mit dem Helikopter zurück ins Tal.

Schade, dass der Blog nicht für eine Diashow geeignet ist. Ich arbeite aber schon am nächsten Flickr-Album, so dass ihr von allem auf der Südinsel passierten, noch einmal einen etwas umfassenderen Einblick bekommen könnt.

21.02. bis 22.02.2014, Lake Wanaka

Nicht ganz so spektakulär verlief der anschließende Tag in Wanaka. Die Aktivitäten hielten zwar mit Skydive oder Rundflügen, bei denen man selbst ein Stuntflugzeug steuern konnte, viel vor, waren aber auch sehr teuer. Es heißt dann, einen Kompromiss zu finden und zum Beginn des Tages lautete dieser ersatzweise: Erholung beim Wandern oder Puzzlen. 

Panorama Lake Wanaka vom Mount Iron, Foto: Axel Kolax
Die Puzzleworld hätte $NZ14 Eintritt gekostet. Die Entscheidung fiel nicht nur wegen des Geldes für das Wandern. Neben dem tollen Wetter lud vor allem die sehenswerte Landschaft rund um den See Wanaka ein, sich ein wenig zu bewegen.  Der etwa 4,5 Kilometer lange Rundweg führte uns auf den 240 Meter hohen Mount Iron.

Um die Puzzlefreunde abzuholen, war unser Ziel dann auch schon klar definiert. Die Puzzleworld Wanaka erreichten wir nach etwa zwei stündiger Wanderung und nicht ganzer Umrundung des Berges. 

Interessant war dann aber nicht nur, was drinnen passiert, sondern vor allem der sehr individuelle Aufbau des Geländes. Einen kleinen Einblick ermöglicht Euch der Link oben und das Foto hier:

Puzzleworld Lake Wanaka, Foto: Axel Kolax
Unser Fahrziel für den Tag lautete anschließend Queenstown, wo ich gleich das nächste Highlight anschließen konnte.

22.02. bis 23.02.2014, Let’s do it! Bungi-Sprung in Queenstown

Bungysprung Kawarau Brücke, Foto: AJ Hacket Bungy
Nach sechs Stunden Fahrt erreichten wir unseren einzigen Aktivitätenpunkt für den Tag: Die Kawarau Brücke in der Nähe von Queenstown. Da die Gelegenheit und der Preis gerade günstig waren und der AJ Hackett der älteste und somit wohl sicherster Bungysprung ist, entschied ich mich kurzerhand doch noch für den Sprung in die Tiefe. 43 Meter abwärts - ohne Wasserlandung. Dazu fehlte an diesem Tag wohl etwas Gewicht. 

Das Erlebnis an sich ist aber so prägend, dass ich es jetzt nicht noch einmal machen möchte. Der erste Eindruck zählt schließlich. 

Mehr erfahrt ihr hier unter dem Link, da es noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten in Queenstown gibt, dass Adrenalin nach oben schnellen und den Geldbeutel schrumpfen zu lassen.

An der Stelle aber noch mein eigenes Empfinden zum Sprung: Vor dem Absprung stehend habe ich schon noch kurz ob der Tiefe geschwankt. Ohne nachzudenken hieß es dann einfach zu springen. 
Während des Fluges habe ich danach nur gehofft, dass das Seil hält - mehr war in den wenigen Sekunden auch gar nicht möglich. Nach dem ersten Ruck nach oben, dann die Befreiung. Einfach ein einmaliges Gefühl, dass man nicht näher beschreiben kann!

Fergburger Nr.1: Cookadoodle Oink, Foto: Axel Kolax
Am Abend in Queenstown angekommen, wartete nach dem Check-In im Base-Hostel auch schon der nächste Burger darauf, verspeist zu werden. Ziel war der weltberühmte Fergburger, der ebenso frisch zubereitet wird und mit dem Geschmackserlebnis in Marahau zu vergleichen ist.


Eine Woche geht - eine neue beginnt!

Das war es mit dem ersten aufregenden Teil. In der zweiten Woche ging es aber fast genauso weiter. Es wird dann etwas zu meinem Besuch in Dunedin geben, wo ich noch ein Versprechen einzulösen hatte und die Schokoladenfabrik besichtigte. Auch zwei weitere Fergburger standen auf der Liste, sowie Ausflüge nach Milford Sounds und dem südlichsten Ende Neuseelands - Stewart Island!

Seit gespannt drauf, denn die Erlebnisse werde ich bestimmt nicht mehr vergessen. Das sind dann wohl die Momente für die Ewigkeit, die für immer in Erinnerung bleiben.

Viele Grüße vom anderen Ende der Welt und bis zum nächsten Mal,
Euer Axelinho