Coral Coast near Korolevu - Fiji Islands, Foto: Axel Kolax

Coral Coast near Korolevu - Fiji Islands, Foto: Axel Kolax
Coral Coast near Korolevu - Fiji Islands, Foto: Axel Kolax

Montag, 27. Januar 2014

Auf dem Weg in ein neues Abenteuer.

Hey Ihr Lieben,

wie Ihr dem Titel entnehmen könnt, starte ich heute für Euch in den zweiten Abschnitt meines Ozeanien-Abenteuers. Da ich bereits am 09.01.2014 hier unten gelandet bin und seitdem noch mein Ladekabel zurück organisieren musste, gibt es an dieser Stelle die Zusammenfassung der ersten Eindrücke und Erlebnisse bis zum 19.01.2014.

In der kommenden Woche folgt dann mein erstes Spezial zum Thema Arbeit. Hier wird es neben nützlichen Tipps vor allem um meinen eigenen Weg von der Arbeitssuche, zur Arbeitsfindung bis hin zum Wohlfühlfaktor "Arbeit" meinerseits gehen.


Flug von Auckland nach Christchurch

Nach dem Check-In um 04:10 Uhr und dem Schock des Verlustes war um 05:40 Uhr "Boarding" angesagt, bevor das Flugzeug um 06:10 Uhr pünktlich abflog. Das ich mit meinen Gedanken schon bei der Rückholaktion meines Ladekabels war, könnt ihr Euch sicher vorstellen. Dennoch schloss ich während des Fluges mit Jetstar nochmal für kurze Zeit meine Augen. Das ich mich dabei in einen engen Spalt quetschen musste, war mir in dem Moment dann auch egal.

Nach nur einer Stunde und 20 Minuten erreichten wir überpünktlich Christchurch. Passend zu meiner Stimmung bei 12°C, stark böigem Wind und Regen. 

Vor der Abfahrt mit dem Stray-Bus um 09:45 Uhr hatte ich somit noch mehr als zwei Stunden Zeit, mein Gepäck in Empfang zu nehmen, dem Hostelmanager in Paihia Bescheid zu geben, was ich da liegen gelassen hatte und ob es sich noch an Ort und Stelle befindet. Mein Smartphone hatte ich zum Glück in Paihia nochmal vollgeladen, so dass ich mir im Internet in Ruhe die Zeit vertreiben konnte. Ein großer Vorteil war mir dabei das freie Wi-Fi am Flughafen!

Noch früh am Morgen, ging bis zur Abfahrt noch keine Antwort ein. So nahm ich im betrübt im Bus Platz und startete mit einer kleinen Gruppe in Richtung erstes Ziel: Kaikoura.

Erster Halt - Kaikoura

An der Ostküste im nördlichen Teil der Südinsel gelegen, ist Kaikoura vor allem für das Wale beobachten bekannt. Das wir zu diesem Vergnügen nicht kommen würden, erfuhren wir dann nach dreistündiger Fahrt bei der Ticketabholung. Begründung: zu stürmisch! Glück im Unglück, dass ich mir den Spaß eh nicht geben wollte. Die Reisekasse wollte ich aufgrund der da noch unbekannten auf mich zukommenden Kosten nicht weiter belasten. Kostenpunkt immerhin $NZ145. Weitere Informationen dazu findet ihr unter dem Link hier.

Stattdessen machte ich mich dann sofort auf die Suche nach der nächsten Poststelle und erkundigte mich über die Kosten einer Nachsendung. Vom Hostelmanager hatte ich bis dahin Bescheid bekommen, dass er alles gefunden hatte und mir in einem Kurier-Paket zuschicken würde. Bedingung war aber, dass ich es ihm zunächst mit meiner Addresse zusende. Diese bekam ich allerdings erst einen Tag später. Zumindest hatte ich aber einen Ansatz, welche Kosten auf mich zukommen würden und das stimmte mich immerhin positiv. Ungefähr $NZ10 sollte das komplette Paket inklusive Hin- und Rücksendung kosten. Zeitrahmen: 5 bis 7 Tage.

Kaikoura Beach, Foto: Axel Kolax
Auf der Suche nach Strom, um immerhin mein Smartphone aufladen zu können, besorgte ich mir für $NZ13 einen Adapter für die Steckdose und hatte somit immerhin wieder etwas die Stimmung gehoben. Nach dem Abendbrot ging es dann noch bei angenehmen Temperaturen und unter einem immer weiter aufklarendem Himmel zu einem Strandspaziergang ans Meer. Am Kießstrand, der sehr tief war, hatte ich nochmal etwas Zeit für mich und zum Durchpusten.

Aussicht vom Hostel, Foto: Axel Kolax
Zurück im Hostel, dem "Lazy Shag Backpackers" machte ich mich um 21:30 Uhr erschöpft aber glücklich bettfertig und nach der fast durchgemachten Nacht zeitig schlafen. Die Nacht war ruhig und ich konnte endlich etwas Schlaf nachholen, der mir in den vorangegangen Tagen nicht vergönnt war.



Auf der Suche nach Arbeit in Blenheim

Ohau Point - Seal Colony, Foto: Axel Kolax
Um 9 Uhr startete der Bus in Richtung Tagesziel Picton. Nach einem kurzen Stop an der Robbenkolonie am Ohau Beach stieg ich schließlich auf einem weiteren Unterwegshalt in Blenheim aus und verabschiedete mich nach nur einem Tag von allen Mitreisenden. Für mich soll es erst am 15.02.2014 weitergehen.





Kurzer Faktencheck

Blenheim - Innenstadt, Foto: Axel Kolax
Die Kleinstadt mit knapp 30.000 Einwohnern liegt im Nord-Osten der Südinsel mitten in der Region Marlborough. Blenheim ist mit etwa 2.500 Sonnenstunden im Jahr die sonnenreichste Stadt Neuseelands und wird besonders durch ihre Weinindustrie geprägt. Sie kommt trotz ihrer schachbrettartigen Anordnung dank vieler Kreisverkehre ohne eine einzige Ampel aus!



Bei sehr warmen Temperaturen um die 25°C hieß es nun schnellstmöglich ein Working-Hostel aufzutreiben, was mir möglichst zeitnah einen Arbeitsplatz verschaffen sollte.

Erster Anlaufpunkt war die Tourist-Info, an der mich der Bus freundlicher Weise direkt gegenüber aussteigen ließ. Hier fragte ich nach, ob ich nicht eine Karte und ein paar Addressen vermittelt bekommen könnte. Ich bekam tatsächlich vier Addressen und eine Karte in die Hand gedrückt, mit denen ich mich auf die Suche nach etwas passendem aufmachte.

Zwei Hostels fielen für mich aufgrund der Entfernung zur Innenstadt und zum Abfahrtspunkt des Busses vorerst weg. Die beiden anderen sah ich mir näher an und da mein Lonely Planet nur das Gapevine Backpackers auswies, führte mich mein Weg zuerst dorthin. Nach 15 Minuten Fußweg erreichte ich mein Ziel, musste dann sogleich aber mit einer Absage für ein Langzeit-Bett leben. Mir blieb nur übrig, mich auf die Warteliste zu schreiben und meine Suche fortzusetzen.

Innenhof Koanui Lodge, Foto: Axel Kolax
Etwas näher zur Innenstadt gelegen führte mich meine Karte zum "Koanui Lodge und Backpackers" Hostel. Nach nur 5 Minuten kam ich an und hatte sehr viel Glück! gerade noch ein Langzeit-Bett blieb für mich und so nahm ich das Angebot sofort an.






Auch wenn es günstigere Alternativen gegeben hätte, habe ich mich seit der ersten Sekunde sehr wohl gefühlt und $NZ145 für die Woche sind auch immer noch günstiger, als anderswo auf der Südinsel auf den Tag umgerechnet.

Mit der vorhandenen Anschrift machte ich mich auch gleich zur Post auf, um das Kurier-Paket nach Paihia aufzugeben. Pech für mich: Es war ein Freitag-Nachmittag und natürlich wird in Neuseeland am Samstag und Sonntag ausgerechnet bei der Post nicht gearbeitet!

Warten, Warten und Wandern - zwischen Himmel und Hölle

In der ersten Woche passierte in Sachen Arbeitssuche rein gar nichts. Auch auf das Paket wartete ich 7 Tage vergebens. So blieb viel, ja zuviel Zeit, um sich die Stadt und deren Umgebung anzuschauen. Nach einiger Zeit hat man nämlich auch die letzte Ecke ausgekundschaftet und ist dann quasi an sein Hostel gebunden.

Meine erste Wanderung führte mich bei traumhaften Wetter gleich am ersten Tag in die Wither Hills. Neben dem höchsten Punkt, dem Mount Vernon (422m), hieß mein Ziel die 9,8  Kilometer bergauf und bergab einfach zu genießen. Immer wieder blieb ich stehen, um meine Ruhe zu finden und die Gedanken zu sortieren. Es gibt keine bessere Ablenkung als Anstrengung!

Wither Hills Farm Park, Foto: Axel Kolax
Ein paar Schafe, Kühe, Pferde sowie die Ruhe und Erhabenheit über den Dächern der Stadt sorgten dafür, ein paar Stunden abzuschalten. Insgesamt war ich sieben Stunden unterwegs, da ich im Nachhinein auch noch am Taylor River entlang zurück in die Stadt lief.






Hier könnt Ihr der Route folgen. Der Karte könnt ihr auch entnehmen, dass das Gebiet nicht nur aus Walking Tracks sondern auch aus Mountainbike Tracks besteht, die teilweise sehr ansprungsvoll geschnitten sind.

Sonntag, 12.01.2014 - Ausflug zum Emerald Pool im Pelorus River


Pelorus River - Route zum Emerald Pool, Foto: Axel Kolax

Der vom Hostel organisierte Ausflug war für alle kostenlos. Ein schöner Service! Das ziel für diesen Tag hieß Emerald Pool, wo gebadet werden sollte. Der Pool lag etwa 3,5 Kilometer Fußmarsch durch unwegsames Gelände von einem Parkplatz entfernt, der auch nur über eine Schotterpiste erreicht werden konnte. Nach einer Stunde Kleinbusfahrt und etwa 1 Stunde laufen ging es dann endlich ins Wasser. Da ich mir in Paihia zu guter letzt auch noch eine dicke Blase an der Sohle meines Fußes gelaufen hatte, war ich hier zum zuschauen verdonnert. Leider hatte sich diese vorher bei der ersten Wanderung so verschlimmert, dass ich sie öffnen musste.
Nach zwei Stunden Badevergnügen und Sonne tanken machten wir uns auf den Rückweg und ich mich richtig nass. Einmal beim Smalltalk nicht aufgepasst rutschte ich gepfleglich auf einem mit Moos bewachsenen Stein aus und rein ins Wasser. Interessanterweise blieben meine mitgeführten Dokumente in meiner Tasche fast komplett trocken obwohl ich wirklich komplett im Wasser verschwunden war. Zum Glück trug ich an diesem Tag nur schnell trocknende Sachen, so dass letztendlich alles halb so schlimm war und ich nach der Ankunft im Hostel lediglich noch meine Socken trocknen musste.

Rarangi Beach - Blenheim, Foto: Axel Kolax

Auf meiner zweiten Wanderung ging ich am Dienstag noch einmal in die Wither Hills. Diesmal entschied ich mich für die andere Seite. Begleitet von stürmischem Wind und dunklen Wolken sah es jederzeit so aus, als würde es gleich losschütten. Alleine die Tatsache, dass es das während der gesamten fünf Stunden Dauer nicht tat, ist schon ein glücklicher Umstand gewesen. Am Ende war ich froh, durchgekommen zu sein und freute mich auf ein warmes Abendessen.


Nach einem weiteren Tag Pause folgte dann am Donnerstag wohl die schwierigste Strecke zum Rarangi Beach. Ziel war es, den Strand zu erreichen. Dieser lag allerdings 15 Kilometer von der Koanui Lodge entfernt und ich musste den Großteil der Strecke an der Straße entlang laufen. Dafür gab es alle paar Hundert Meter einen anderen Weinberg oder ein anderes Grundstück zu bestaunen. Das brachte wenigstens etwas Abwechslung. Als ich um 9 Uhr startete, war es noch recht kühl und angenehm zum Wandern, allerdings wurde es mit zunehmender Tagesdauer immer unangenehmer, so dass ich am Ende schon etwas durchpusten musste und mir eine große Flasche kühler Limonade schmecken ließ. Dies aber auch erst nach 30 Kilometern, achtstündiger Wanderung und mit behandeltem Fuß, der zum Glück der Belastung stand hielt.

Als mir zum Ende der Woche die Strecken langsam ausgingen, entschied ich mich am Freitag mein Schicksal in Sachen Arbeitssuche selbst in die Hand zu nehmen. Wie ich damit recht schnell zu meinem jetzigen Arbeitsplatz kam, wann ich endlich mein Paket erhielt und was ich alles seit dem Zeitpunkt erlebt habe, erfahrt Ihr in der kommenden Woche.

Bis dahin verlebt eine schöne Zeit,
Euer Axelinho

Dienstag, 21. Januar 2014

wish you were here.


So ihr Lieben,

ich denke, nach drei Wochen sind alle im neuen Jahr angekommen. Heute bin ich froh, Euch endlich wieder schreiben zu können. Das Problem lag nicht am Rechner selbst, sondern in der ersten Woche am sehr begrenzten Datenvolumen zum Hochladen und in den Wochen danach an meinem fehlenden Ladekabel für den Rechner. Wie es dazu kam und was ich bis zu meinem Abflug in Auckland noch erlebt habe, erfahrt Ihr heute.

Der Titel steht heute im Zeichen der vielen Erlebnisse, die ich am liebsten mit Euch hier vor Ort erleben würde. Da das nicht möglich ist, bin ich mit dem Eintrag wenigstens in den Gedanken bei Euch! 

31.12.2013, Der Jahreswechsel in Neuseeland

Wenig spektakulär und fast ausschließlich auf den Skytower begrenzt, startete das neue Jahr mit einem kurzen Feuerwerk von etwa 25 Minuten. Meine Entscheidung, dieses vom etwa 5 Kilometer entfernten Mount Eden zu beobachten, traf ich, als die Silvesterparty's fast ausverkauft waren und die Restkarten nach meiner Rückkehr aus Gisborne nur noch überteuert angeboten wurden. Mit der Aussicht hatte ich dann aber zumindest das ganze Geschehen im Blick und genoss mit etwa 1.000 anderen Schaulustigen das kleine Spektakel über dem Auckländer Nachthimmel.


Wieder heißt es - Abschied nehmen

Nachdem ich mich Anfang Dezember von meine erste Etappe - Sprachschule - abgeschlossen hatte, folgte Anfang Januar der Abschluss von Etappe Nummer zwei. Hier dann auch gleich in vielerlei Hinsicht: auf dem Programm standen Auckland, Paihia und die Nordinsel - aber auch meine geliebten grauen Schuhe. 

Die zertanzten Schuhe, Foto: Axel Kolax
Bei den letzten Ausflügen spürte ich nur noch den blanken Boden unter den Füßen.

Mit etwas Glück fand ich vor meiner Abreise nach Paihia noch einen passenden Ersatz. Den werdet Ihr später sicher noch das eine oder andere Mal auf meiner Reise sehen.




Für etwa 45 EUR im Angebot stehend, blieb ich bei meiner sich über die Jahre bewährten Marke und habe nur die Farbe getauscht.

Gehofft hatte ich ursprünglich, dass mich meine alten Schuhe noch bis in den Juli und über Australien hinweg begleiten. Leider musste ich mich nun schon auf der Nordinsel von ihnen trennen. Einen letzten Trip wollte ich den Schuhen aber noch gönnen - den Ausflug nach Paihia und die Tour nach Cape Reinga.

Nähere Informationen zu den Zielen und die Geschichten dahinter erhaltet Ihr unter den dazugehörigen Links.



Montag, 06.01.2014 – Paihia



Für meinen geplanten Ausflug nach Paihia musste ich mal wieder früh aufstehen. Nach einem Wochenende im Party-Hostel und einem Zimmer ohne Fenster keine leichte Aufgabe. Da dieses sehr warm und stickig war, lag ich fast die ganze Nacht wach.


Diesmal g um 07:30 Uhr los. Nach etwa vier Stunden Fahrt kamen wir pünktlich an der Tourist-Info an. Mein Hostel, die Peppertree Lodge führte den Check-In zum Glück um 12 Uhr durch, so dass ich mir nur etwa 10 Minuten die Zeit vertreiben musste.

Für $NZ25 in einem gut belüfteten und großen 8-Bettzimmer gab es für den Preis nichts auszusetzen. Auch die Duschen und die Küche waren für die 2 Tage vollkommen ausreichend. Das Internet wurde pro Megabyte abgerechnet und war somit für mich zum Blogeintrag veröffentlichen ungeeignet.

Paihia (Bay of Islands), Foto: Axel Kolax
Da ich in Paihia beim letzten Aufenthalt schon alle Wanderungen unternommen hatte, blieb mir für den Nachmittag nur eins: Entspannen!

Nach kurzem Einkauf für die zwei Tage legte ich mich an den Strand. Das es sinnvoll gewesen wäre, sich für die Stunde lieber komplett einzucremen, hatte ich dann erst am Abend beim Duschen bemerkt. Knallrot hatte ich mir so gleich zu Beginn des Jahres den ersten Sonnenbrand geholt.


Dienstag, 07.01.2014 – Tagestour: 90-Mile-Beach und Cape Reinga

Gebucht hatte ich die Tour wieder über die Nakedbus-Webseite. Unter Nakedbus Activities fand ich das Angebot in Verbindung mit der Hin- und Rückfahrt für etwa 100 EUR. Organisiert wird der Trip von Explore New Zealand. Für nähere Informationen und zum Ablauf, könnt ihr Euch auch hier umschauen.

Um 07:10 Uhr wurde ich vom Off-Road Bus direkt von meinem Hostel abgeholt. Die Tagestour begann mit tiefstehenden Wolken und recht kühlen Temperaturen, die sich aber schon nach kurzer Fahrt raus aus der kleinen Küstenstadt verzogen beziehungsweise anstiegen.

Blick vom "90 Mile Beach" Richtung Sanddünen, Foto: Axel Kolax
Erstes Ziel war der „90 Mile Beach“, den wir gegen 09:30 Uhr entlang fuhren. In Wirklichkeit ist dieser nur 55 Meilen (etwa 88 Kilometer) lang. Es war aber dennoch sehr beeindruckend, mit dem Bus über den Strand zu fahren und dabei fahrende Autos zu überholen!







Danach ging es durch einen Strom flussabwärts in Richtung der Sanddünen, wo wir dann Sandboarden durften. Ein Spaß, den ich nur weiterempfehlen kann! Insgesamt reichte die Aufenthaltszeit, um mich dreimal die Düne hoch zu hetzen und wieder hinunter zu stürzen.Aufgrund des regen Andrangs keine leichte Herausforderung.


Gegen 11:30 Uhr erreichten wir den nördlichsten anfahrbaren Punkt Neuseelands - CapeReinga. Ein Weg führt die Touristenmassen hinunter zum Leuchtturm. Dieser ist mit vielen Hinweisschildern bestückt, die etwas mehr über die Entdeckungs- und Entstehungsgeschichte verraten. Da es sehr voll wird, wenn alle Ausflugsbusse zur selben Zeit am selben Ort halten, ist das auch gut so. So verläuft sich die Masse etwas. Am Leuchtturm selbst ist es zur Mittagszeit sehr voll. Wer mit dem Auto am Morgen oder am Abend fahren kann, ist hier deutlich besser dran.

Um 12:30 Uhr machte sich der Tross dann zum Mittagessen auf. Dieses war im Fahrpreis inklusive und beinhaltete neben Hühnchen, Rindfleisch und Pommes auch drei verschiedene Salate und Saucen. Sehr lecker!

Um 14:30 Uhr erreichten wir unser nächstes Ziel. Für den Gum Diggers Park blieben uns neben einer kurzen Einführung durch unseren Guide noch etwa 20 Minuten Zeit, den Ort selbst zu erkunden. Spannend war es zu sehen, was mit den Kauri-Bäumen alles angestellt wurde – und das nachdem sie bereits Jahrtausende unter der Erde lagen!

Aufgang Ancient Kauri Kingdom, Foto: Axel Kolax
Damit nicht genug hieß der vorletzte Halt: Ancient Kauri Kingdom. Grund des Haltes war eine Treppe, die innerhalb eines ausgehöhlten Kauri Baumes in eine Art Ausstellungsraum führte – würdevoll „Staircase“ genannt. Das Gebäude aber nicht nur Ausstellungsraum, sondern auch Werkstatt, Shop und Bistro. In der Werkstatt werden aus Kauri-Bäumen verschiedenste Gegenstände gefertigt. Tische, Stühle, Skulpturen, Wanduhren und sogar Kugelschreiber waren dann im Ausstellungsraum/Shop zu begutachten und auch gleich zu kaufen.





Letzter Halt des Tages war ein Fischrestaurant (Fisch-Imbiss im Haus mit Meerlage) in Mangonui (Mango=Hai und Nui=groß). Hier gab es die Gelegenheit, wieder einmal Fish&Chips zu bestellen. Durch das Mittagessen noch gesättigt, verzichtete ich dieses eine Mal. Zurecht, wenn man Tripadvisor glauben darf.

Kurz nach 18 Uhr erreichten wir unseren Ausgangspunkt - Paihia. Glücklich mit den Erlebnissen und dem angenehmen Wetter vom Tage verschwand ich nach kurzem Gang durch die Stadt schnell im Bett. Der folgende Tag sollte es schließlich in sich haben.

Mittwoch, 08.01.2014 – Paihia und Rückfahrt Auckland

Der letzte Tag auf der Nordinsel begann für mich um 10 Uhr mit dem Check-Out. Da es auch unter der Woche feierwütige gibt, war auch in dieser Nacht an einen langen Schlaf nicht zu denken.
Da der Rückfahrtermin für 18 Uhr angesetzt war und mein Fuß eine längere Wanderung nicht mehr zuließ, blieb mir nichts anderes übrig als den Hostel-Manager zu fragen, ob ich den Tag noch im Hostel verbringen konnte. Nachdem ich ein freundliches „You’re welcome!“ mit auf den Weg bekam, unternahm ich noch einen kleinen Ausflug zum Zentrum um frisches Geld abzuheben.

Ohne Vorahnung, was ich da vergessen hatte, verließ ich um 18 Uhr mit dem Nakedbus Paihia in Richtung Auckland, wo wir gegen 21:30 Uhr überpünktlich eintrafen. Da der Shuttle-Bus zum Airport in der Nacht alle halbe Stunde bis 40 Minuten fährt und mein Flug erst um 04:10 Uhr zum Check-In einlud, hatte ich nach der Ankunft in Auckland noch etwas Zeit, mich zu verabschieden und mir etwas zu essen zu kaufen.

Um 23:10 Uhr stieg ich als Einziger in den Airport Bus und fuhr eine halbe Stunde mit Radiobegleitung durch das nächtliche Auckland bis zum Flughafen. Dort angekommen hatte ich dann noch etwa vier Stunden. Nur gut, denn vor mir lag noch ein etwa 20-minütiger Fußmarsch vom International Terminal zum Domestic Terminal.


Eine Nacht am Flughafen in Auckland, Foto: Selbstauslöser 10sec A. Kolax
Dort verbrachte ich die Nacht bei kühlen Temperaturen und dem mulmigen Gefühl, etwas vergessen zu haben, auf einer kleinen Bank. Um 4 Uhr morgens öffneten sich die Türen des Domestic Terminals und nur kurze Zeit später wusste ich, was ich da vergessen hatte.





Aufgrund der schwere meines Rucksackes hatte ich bis hierhin nichts davon mitbekommen und erst als ich in den Taschen nach meinen Unterlagen für den Flug suchte, bemerkte ich, dass mein Ladekabel samt Adapter für die Steckdose fehlte. Hieß somit: Kein Strom für das Smartphone und kein Strom für den Laptop! Eine Katastrophe, die wie Ihr seht, jetzt gut ausgegangen ist und von der es in den nächsten Wochen noch weitere Etappen zu erzählen gibt. Wie kam ich an Strom für das Smartphone? Wie habe ich die Übersendung organisiert? Was ist auf dem Postweg zu beachten?

Das nächste Abenteuer musste auch ohne Rechner zunächst angegangen werden. Von den ersten Erlebnissen auf der Südinsel Neuseelands werde ich Euch dann aber erst am Sonntag berichten.

Bis dahin seid noch einmal recht herzlich gegrüßt und zum Ozeanien-Blog 2.0 begrüßt!

Alles Gute und bis Sonntag,
Euer Axelinho

Sonntag, 29. Dezember 2013

sun & rain.



Hi ihr Lieben,

das Jahr 2013 neigt sich dem Ende entgegen. Zum Jahresanfang hätte ich mir nicht zu träumen gewagt, für einen längeren Zeitraum ins Ausland zu gehen – und dann auch noch so weit weg. Jetzt sitze ich etwa 18.000 Kilometer weit von Deutschland entfernt am anderen Ende der Welt und schreibe fleißig meine Erlebnisse für Euch auf - wie sich die Zeiten ändern.

Ich hoffe, ihr habt den Weihnachtsbraten sowie alle anderen Leckereien vom Weihnachtsfest langsam verdaut und seid genauso gespannt auf das Jahr 2014 wie ich.

Nach acht Wochen in Neuseeland liegen jetzt schon mehr Erlebnisse hinter mir, um mehrere Tagesgespräche mit Euch führen zu können. In den letzten Tagen blieb trotz vielen Wanderungen und erlebnisreichen Momenten viel Zeit, um auch mal über ein paar kleine Änderungen nachzudenken - denn es regnete teilweise ununterbrochen und ich hatte kein kostenfreies Internet zur Verfügung.

Nach so vielen Wetterumschwüngen stellte sich auch nach der Ankunft in Auckland keine Besserung ein, so dass der Post für die Woche nur einen Namen tragen konnte: sun & rain.

Die achte Woche meines Trips, 22.12.2013 bis 29.12.2013:
Auckland - Rotorua - Matamata (Hobbiton) - Gisborne - Auckland

Am vergangenen Sonntag schrieb ich Euch bereits aus Rotorua. Da mein vorher gewähltes Busunternehmen (Straybus) keine Direktverbindungen zu den Orten anbietet, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen - eine schwierige Aufgabe, da so kurzfristig bereits viele Verbindungen über Weihnachten hinweg restlos vergriffen waren. Nach langer Suche konnte ich mir doch noch eine passende und vor allem recht günstige Alternative zusammenstellen. Dazu musste ich aber bei verschiedenen Busunternehmen buchen und beide Male zusätzlich eine Buchungsgebühr entrichten. Im Nachhinein aber eine sehr gute Entscheidung, da ich so meinen Routenplan für die Nordinsel komplettieren konnte und nun alles gesehen habe - beziehungsweise noch sehen werde - was ich sehen wollte.

Mit dem Nakedbus von Auckland nach Rotorua, 22.12.2013

Nakedbus nach Rotorua, Foto: Axel Kolax
Im Regen von Auckland startete mein NakedBus - der wohl günstigste Anbieter von Busreisen in Neuseeland, auf den der lustige Name wohl hindeuten soll - um 07:30 Uhr in Richtung Rotorua. Für $NZ26,99 hieß es in den Ledersitzen Platz nehmen und 'anschnallen'. Bei Missachten werden bei Polizeikontrollen wohl sonst $NZ150 fällig.



Inklusive zweier Zwischenstops dauerte die Fahrt etwa 3 Stunden und 45 Minuten. Die Fahrt konnte ich dank sehr ruhiger Straßenlage und angenehmer Atmorphäre entspannt genießen und kam frisch am Zielort an.

Standtrundgang Rotorua, Foto: Axel Kolax
In Rotorua angekommen schlug mir aber gleich wieder der Geruch nach faulen Eiern entgegen. Rauchende Schlote, blubbernde Matschlöcher und eben dieser üble Geruch erinnernten doch wieder sehr an die Zeit auf Island 2008. Neben dem Geruch warteten aber auch die Sonne und 27°C auf mich, um sich den Nachmittag noch etwas in der Stadt umzusehen und den Abend zu nutzen, um auf der Terasse den letzten Blogpost fertig zustellen.

Rund um Rotorua

Warum ich Rotorua noch ein zweites Mal besuchte, will ich dennoch kurz erwähnen. Rotorua ist ein Teil des vulkanischen Feldes von Taupo. Die Stadt liegt inmitten einer einzigartigen geothermalen Landschaft, die von einer grandiosen Seen-, Fluss- und Waldlandschaft umgeben ist. Sie bietet eigentlich für jeden Geschmack etwas. Ob wandern, baden, Moutainbike fahren, Adventureaktivitäten wie Rafting, Zorbing oder Jetboating kann man so gut wie alles machen. Entscheidend ist dabei, was man bereit ist auch zu bezahlen.

Ich entschied mich für die drei Tage für ein kostenloses Programm, dass hauptsächlich aus wandern bestand. Zudem stand mit dem Ausflug an eines der Moviesets von "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" ja an einem Tag bereits ein Höhepunkt auf meinem Programm.

Movie Set-Tour nach Hobbiton, 23.12.2013
 
Gebucht hatte ich diese Tour bereits mit meiner Fahrkarte nach Rotorua über Nakedbus. Das Angebot hatte ich nur durch Zufall entdeckt und aufgrund der doch recht hohen Buchungsgebühr von $NZ4,99 für jede Buchung über das Portal einfach hinzugebucht. Das ich damit auch noch $NZ12 mehr spare, als bei der Buchung über die Tourist-Information in Rotorua, habe ich auch erst im nachhinein erfahren - ist also ein kleiner Geheimtipp von mir für alle Interessenten ($NZ98 zu $NZ110). Der Preis beinhaltet die gleiche Tour!

Der Regen hatte mich mittlerweile eingeholt und so startete der Ausflug um 8:30 Uhr an der Tourist-Information in Rotorua etwas betrübt. Aber als wir nach zirka einer Stunde Fahrzeit eine Schotterpiste entlang zum Filmset fuhren, um die kleinen, in Hügeln eingebauten Häuschen zu erreichen, schaute auch die Sonne wieder vor den Wolken hervor. So ist das hier in Neuseeland. Viele Einwohner sagen, es gebe die vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag. Teilweise haben sie da sehr recht - es fehlt eben nur noch der Schnee!

Die etwa 1,5-stündige Tour führte uns hinter die Kulissen des Filmsets und unser Guide Lyn vermittelte uns dabei die ein oder andere nette Anekdote.

Filmset von Hobbiton (Matamata), Foto: Axel Kolax
Hier ein paar Auszüge aus der Führung:

1. Für die Darstellung der unterschiedlichen Größenverhältnisse zwischen Hobbits und den größeren Darstellern gibt es unterschiedlich große Türen an den Häuschen.
2. Das Innenleben der Häuser ist nicht wie im Film ausgebaut! Die Sequenzen dafür wurden in Wellington im Studio gedreht. Drinnen sind lediglich Holzverkleidungen und Stützbalken zu besichtigen, die das Haus im Hügel verankern.
3. Einzelne Filmsequenzen wurden von Peter Jackson extra so geschnitten, dass Hobbiton größer wirkt, als es der Aufbau des Filmsets eigentlich vermuten lässt.
4. Im Buch ist die Rede von Pflaumenbäumen, auf dem Gelände stehen aber hauptsächlich Apfelbäume. Jackson ließ also an die kahlen Bäume Pflaumenattrappen hängen, um diese möglichst authentisch aussehen zulassen.
5. Der Baum auf Bilbo Beutlins Haus (links oben im Bild) ist nicht echt, sondern wurde von der Crew nachgebildet, um ihn möglichst nah am Buch zuhalten.

Die Tour endete gegen 11:00 Uhr mit einem Freigetränk in dem einzigen ausgebauten Haus auf dem Gelände - dem "Green Dragon". Um 11:45 Uhr ging es zurück nach Rotorua, wo der Himmel schon wolkenbehangen auf die Gruppe wartete.

Ich ließ den Nachmittag ruhig bei einem Spaziergang durch den Kuirau Park ausklingen, in dem es einige der geothermalen Aktivitäten zu entdecken gab. Neben blubbernden Matschlöchern, qualmenden Fumarolen waren das vor allem die vielen farben leuchtenden Sinterterrassen. So erklärt sich dann auch der Geruch, der sich vor allem bei Regen über die Stadt hinwegbewegt. Absperrungen und Hinweisschilder halten dabei zu Neugierige von den Gefahrenstellen fern, so dass eine Besichtigung durchaus lohnenswert ist.


Heiligabend, 24.12.2013   

Redwoods Besucherzentrum, Foto: Axel Kolax
Der heilige Abend war dann auch eher sehr ruhig und einsam. Eine Erfahrung, die ich nicht nochmal haben muss. Dafür war der Tag aber umso interessanter. Zu einer Wanderung durch die Redwoods am Rande der Stadt hatte ich mich vorher verabredet.






Um 13:50 Uhr fuhr uns einer der Stadtbusse - die um die Weihnachts- und Neujahrszeit kostenlos zu benutzen sind - bis fast vor die Eingangstür des Besucherzentrums der Redwoods.  

Mit meiner Verabredung - nochmal schönen Dank für den Nachmittag Jenni, hat Spaß gemacht - wählten wir uns einen Weg, der in 2,5 Stunden zu bewältigen war und uns nicht alles abverlangt hat. Neben drei Wanderstrecken mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen gibt es auch eine Vielzahl von Mountainbike-Routen, die durch den Wald führen.

Über die Vielzahl der Adventure-Aktivitäten könnt ihr Euch hier bei Interesse weiter informieren. Da ich auf der Südinsel auch noch ein paar Dinge geplant habe und auch in Australien noch einiges anstehen wird, verzichtete ich in Rotorua auf weitere kostenpflichtige Aktivitäten. Zwei Ausflugsziele seien aber noch angeführt, um Euch nichts vorzuenthalten: Zum einen ist das eine Tour in das Waimangu Volcanic Valley - das weltweit jüngste geothermale System (Preise und Buchungsmöglichkeit einiger Touren findet ihr hier). Zum zweiten ist das ein Ausflug in den Höhlen- und Thermalpark Orakei Korako. Mein Lonely Planet sagt, dass wäre das beste Thermalgebiet in Neuseeland. Die Besichtigung ist etwas günstiger als die in Waimangu. Dafür ist das Gebiet aber auch etwas kleiner.

Ausläufer des Lake Rotorua, Foto: Axel Kolax

Für mich stand dann am Abend noch eine Wanderung entlang des Lake Rotorua an, wo ich nochmal den intensiven Geruch wahrnehmen musste. Kleiner Tipp am Rande, bevor sich jemand auf den Weg macht: Bitte vorher nicht allzu viel essen. Das könnte beim Gang entlang des Sees deutlich zu spüren sein.

Um am nächsten Tag fit für die nächste Busfahrt zu sein, ging es anschließend gleich ins Bett.

Die Fahrt mit dem Intercity-Bus von Rotorua nach Gisborne -
Fahrdauer: 4,5 Stunden, Fahrpreis: $NZ30

Den Vormittag nutzte ich für das erste Wiedersehen mit der Familie. Über Skype gab es Grüße zum Weihnachtsabend und ein paar Gründe, warum man jetzt doch lieber hätte zu Hause sein sollen. Das Essen sah schon ziemlich verlockend aus - Mama!!

Weiter ging es mit einem ausgiebigen Frühstück. Glück hatte ich diesmal mit meinem YHA-Hostel beziehungsweise dem Personal, dass es mir ermöglichte, anschließend den verregneten Vormittag noch in der Küche zu verbringen. Normalerweise hätte ich um 10 Uhr auschecken müssen und die Räumlichkeiten nicht mehr nutzen dürfen. Nur gut, dass Weihnachten war!

So konnte ich noch einige Planungen vorantreiben und vergangenes aufarbeiten.

Intercity-Bus vor Tourist-Information in Rotorua, Foto: Axel Kolax
Die Busfahrt begann um 14:10 Uhr und endete für mich nach bereits etwas früher als erwartet um 18:30 Uhr in Gisborne - der östlichsten Stadt der Welt.

Die Buchungsgebühr am Intercity-Bus-Schalter am Terminal in Auckland lag bei $NZ3 (Internet: $NZ3,99).

Alles in allem war es eine recht angenehme Fahrt, die vor allem an dem nicht ausgebuchten Bus lag. Fast jeder hatte einen Doppelksitz für sich alleine und das hieß: Beine ausstrecken! Welcher Luxus das war, musste ich leidvoll auf der fast doppelt so langen Rücktour nach Auckland erfahren.

Gisborne, 25.12.2013 bis 29.12.2013 - 
Ziel: Einmal in der östlichsten Stadt der Welt den Sonnenaufgang miterleben

Von der Touristinformation bis zum YHA-Hostel waren es etwa 20 Minuten Fußmarsch, die sich mit dem ganzen Gepäck wie eine halbe Ewigkeit angefühlt haben. Am Abend habe ich nach dem Essen auch nur noch gefaulenzt.

Gisborne hat mich in den nächsten Tagen aber immer mehr an meine Heimatstadt Frankfurt (Oder) erinnert. Beide liegen etwas abgelegen im ländlichen Raum an der Ostgrenze ihres Landes. Die Städte liegen beide an Flüssen. Gisborne sogar am kürzesten in Neuseeland. Die Einwohnerzahl ist mit etwa 60.000 Einwohnern vergleichbar. In den Ferien (hier sind gerade Sommerferien) wie ausgestorben, mit einem Sommerfestival und einem Beachfestival ausgestattet - Rhythm and Vines | Helene Beach Festival. Nicht zuletzt steht auch in beiden Städten die Frage danach, was man hier machen kann, an erster Stelle. Hier gibt es mehr zu Gisborne. Für Frankfurt könnte ich mir einen ähnlichen Aufbau vorstellen, um besser navigieren zu können. Da es mit etwas mehr Aufwand auch sehr schöne Flecken zu entdecken gibt, wäre es für den Tourismus schade, wenn die Besucher nach einem Tag schon wieder abreisen, wie es viele gemacht haben, die ich getroffen habe. 

Ich könnte mir durchaus für die Zukunft der beiden Städte eine Partnerschaft vorstellen, aber das werde ich dann nochmal vorschlagen, wenn ich zurück nach Deutschland komme. Einen Austausch halte ich für durchaus interessant.

Der zweite Weihnachtsfeiertag, 26.12.2013 -
Wanderungen rund um die Stadt: Botanischer Garten und Whatupoko-Park

Botanischer Garten - Gisborne, Foto: Axel Kolax

Nachdem es am morgen noch bedeckt war und ich somit etwas länger schlafen konnte, ging es am Vormittag noch entlang des städtischen Strandes - dem Waikanae Beach. Die Runde dehnte ich anschließend aus und zog zum Botanischen Garten weiter. Dieser wurde auf den Sandbänken des Flusses Taruheru auf insgesamt 4ha angelegt. Verschiedene Bäume und Sträucher, Rosen- und Kaktusgärten sowie ein Spielplatz, ein kleiner Teich und ein großer Vogelkäfig machen das Gelände zu einem durchaus ansehnlichen Ensemble und zu einer kleinen Ruheoase.

Bernie Vette Lookout - Gisborne, Foto: Axel Kolax
Gleich danach ging es weiter zum Whatupoko Park im Nord-Osten der Stadt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Wetter an diesem Tag ausnutzen zu müssen - zu Recht! Die quer durch den Park verlaufende Mountainbike-Strecke führte mich bis an die Spitze eines Berges, von wo aus ich eine fantastische Aussicht auf die Stadt genießen konnte.



Die Sonne hatte sich an dem Tag zum Glück mal wieder etwas länger blicken lassen.

27.12.2013, Erster Versuch Wainui Beach und Titirangi Reserve

Der Tag begann, wie soll es auch anders sein, wenn man sich was vorgenommen hat - mit Regen. Nachdem ich mich aber schon auf den Wainui Beach eingestimmt hatte, wollte ich zumindest einen Blick drauf werfen und begab mich nach dem Aufstehen direkt dorthin. Etwa eine Stunde brauchte ich für die 7 Kilometer lange Strecke. Der Weg führte leider direkt an der Hauptstraße beziehungsweise auch in Teilen auf dem Randstreifen entlang. Der Weg lohnt sich aufgrund des wunderschönen Strandes, wenn man nicht so oder so schon mit dem Auto unterwegs ist. Damit ist es natürlich bequemer.
Ausblick vom Kaiti Hill im Titirangi Reserve auf Gisborne, Foto: Axel Kolax

Nach der Erkundung ging es zum Mittag zurück ins Hostel, um danach noch das Titirangi Reserve in Angriff zu nehmen. Der nächste Schauer war da bereits im Anmarsch, so dass ich mit Regenjacke ausgestattet den rund 3-stündigen Walk einmal hindurch marschierte und anschließend noch die im östlichen Teil befindlichen Parks mit ablief.


Am Ende des Tages waren die Beine dann so schwer, dass ich mich einfach nur noch ins Bett fallen ließ - das aber mit gestelltem Wecker! 

28.12.2013, Wainui Beach, - Ziel erreicht

Nach einer sehr kurzen Nacht, nach der ich bereits um 4 Uhr morgens aufstand, ging es dann endlich bei klarem Himmel in Richtung Wainui Beach. Teilweise dämmerte es schon, so dass ich aus dem Walk kurzerhand einen kleinen Lauf gemacht habe. Mir war der Blick einfach zu wichtig, um etwas davon zu verpassen.

Sonnenaufgang am Wainui Beach - Gisborne, Foto: Axel Kolax
Am Wainui Beach angekommen, war keine Menschenseele zu sehen. Bis nach einer halben Stunde dann doch noch zwei Surfer und die ersten aus ihren Häusern auftauchten, war ich quasi allein am Meer.

Innerhalb von wenigen Minuten eröffnete sich dann der Blick, den ich mir erhofft hatte, zu sehen. Das war es, was ich mir von dem Ausflug nach Gisborne versprochen hatte - Ziel erreicht!

Den Nachmittag verschlief ich halb, die andere Hälfte nutzte ich noch zu einem letzten Gang am innerstädtischen Strand entlang, bevor das Wetter auch schon wieder schlechter wurde.

Fahrt mit dem Intercity-Bus von Gisborne nach Auckland, 29.12.2013
Fahrdauer: 9h 30min, Fahrpreis: $NZ49
Rotorua auf der Rückfahrt von Gisborne nach Auckland, Foto: Axel Kolax
Die Rückfahrt führte über Opotiki, Whakatane, Rotorua, Hamilton und Auckland - Manukau zurück nach Auckland in die City. Das Wetter war, wie in der gesamten letzten Woche, sehr wechselhaft.

In Gisborne starteten wir zunächst mit Regen, der bis nach Rotorua eher noch schlimmer wurde (siehe Foto). Dort standen Teile der Stadt sogar unter Wasser.


Nur wenige Stunden später hielten wir in Hamilton bei strahlendem Sonnenschein an und kamen am Ende glücklicherweise kurz vor dem nächsten Schauer in Auckland an.

Die Fahrt war komplett ausgebucht und ich musste mich schon sehr in die Sitzreihe reinzwängen. Mein Rücken hatte sich dann für jede Pause bedankt, die er bekommen konnte. Am Ende der Fahrt war ich froh, dass ich aussteigen konnte. Eine so lange Tour mit dem Bus wird es für mich - zumindest in Neuseeland - nicht mehr geben.
 
Ein ganzer Tag im Bus, nach einer fantastischen Woche mit täglichen Wanderungen, ständig wechselndem Wetter und einer kurzen Nacht am Vortag, haben dann auch bei mir ihre Spuren hinterlassen. Den Abend verbrachte ich nur noch mit dem Lesen der E-Mails der letzten Tage und versuchte wenigstens noch etwas aus der Welt in Erfahrung zu bringen und den neuen Post auf den heutigen Montagzu verschieben.

Zum Abschluss gibt es ab heute ein anderes Ende des Postes. Da sich der Ausblick doch immer wieder ändert, werde ich zukünftig mit Rückblicken und Zusammenfassungen von positiven wie negativen Erlebnissen der vergangenen Woche arbeiten.   

Positive Erlebnisse

Neben den sehr netten und hilfsbereiten Hostelangestellten in Rotorua muss ich natürlich ganz klar meine Ausflüge zum botanischen Garten, auf  Sonnenaufgang in Gisborne zu den positiven Erlebnissen hinzuzählen. Auch alles geschafft zu haben, was ich mir für die sieben Tage vorgenommen hatte, freut mich sehr!

Negative Erlebnisse

Nachdem in Auckland schon ein halbes Toastbrot den Weg in einen anderen Magen gefunden hat, obwohl es eindeutig beschriftet gewesen war und ich leidvoll den Verlust meiner Nagelschere und Pinzette (jeweils durch $NZ2 Billiggeräte ersetzt) beklagen musste, traf es diesmal mein Duschbad. Immerhin noch mit 400 ml gefüllt, ließ ich es in der Kabine stehen. Am nächsten Tag war es dann weg. Vor Langfingern ist man auch in Neuseeland nicht geschützt. Ich bin aber froh, dass es bis jetzt nur ersetzbare Sachen waren und nicht meine unersetzbaren Materialien oder Geräte.

Kritik am Hostel in Gisborne

Das YHA-Gisborne liegt etwas weit ab vom Geschehen. Zudem gab es bei der Ankunft auch gleich zwei böse Überraschungen für mich:

1. Der Betreiber hatte mich am Telefon falsch verstanden und buchte mich anstatt für vier, nur für drei Nächte ein.

2. Für mich gab es hier kein kostenloses Wi-Fi. $NZ5 für 24 Stunden W-Lan fand ich dann einfach nur noch unverschämt, wenn ich doch schon Mitglied beim Verband bin!

Wenigstens fand sich noch ein Bett für mich zum selben Preis - jedoch nicht im selben Zimmer. So verbrachte ich die ersten drei Nächte recht ruhig im sechs-Bettzimmer und wollte am dritten Tag wie besprochen wechseln. Doch schon stand der Betreiber in der Tür und sagte mir, er hätte es so geregelt, dass ich doch noch die Nacht im selben Zimmer bleiben kann - denkste! 
 
Gerade als ich schlafen gehen wollte, ging die Tür auf und mir wurde doch noch mitgeteilt, dass ich aus dem Zimmer raus müsse. Einmal die Treppen rauf ins rappelvolle 10-Bettzimmer, in dem noch allerhand Bewegung herrschte. Eigentlich wollte ich noch etwas Schlaf vom Tage aufholen, der schon um 4 Uhr früh begann und die Rückfahrt nach Auckland auch schon um 7:55 Uhr startete. Das konnte ich dort allerdings vergessen. 
 
Küche YHA-Gisborne, Foto: Axel Kolax
Daneben gehörten doch der vergleichsweise hohe Preis von $NZ24,30 für die Übernachtungen im 6- wie auch im 10-Bettzimmer, die doch sehr in die Tage gekommenen sanitären Einrichtungen als auch die sehr kleine Küche für die vielen Gäste zu den weiteren Kritikpunkten, die mich dieses Mal ein "nicht empfehlenswert" aussprechen lassen. Für die Ausstattung hätten es durchaus um die $NZ2 weniger pro Nacht sein können. 

Ihr seht, die Woche war wieder voll mit wundervollen als auch mit weniger schönen Erlebnissen - aber so soll es ja auch sein. Das Leben verläuft eben nicht nur geradlinig. Vor allem das Wetter hatte mir mehr zu schaffen gemacht, so dass für mich der heutige Postname nur einen Namen tragen konnte: "sun & rain"!

Jetzt bleibt mir nur noch, Euch allen einen fantastischen Jahreswechsel sowie ein wunderschönes und gesundes Jahr 2014 zu wünschen!

Ich hoffe, dass ihr mich auch im neuen Jahr auf meinem Trip begleitet und meine Erlebnisse sowie Eindrücke vom anderen Ende der Welt aus weiter verfolgt.

Vielen Dank bis hierhin und bis zur nächsten Woche,
Euer Axelinho